Ich geh‘ tanzen

Eine Hommage an die Lebensfreude von Jule Vollmer

Studiobühne

tanzen

Können Sie sich vorstellen, fünfzehn Minuten nach dem Leichenschmaus an dem Grab Ihres soeben verstorbenen Gatten von einer Nachbarin laut brüskiert zu werden?

Können Sie sich vorstellen, dreißig Minuten nach der Beerdigung Ihres Gatten eine freundliche Einladung zu einem Seniorentanzkurs ausgesprochen zu kriegen?

Können Sie sich vorstellen, fünfundvierzig Minuten nach der Beerdigung Ihres Gatten vom Pastor, der die Grabrede hielt, in Ihrer Trauer gestört zu werden, bloß weil dieser, selbstverliebt und eitel, von sich meint, fast Gott persönlich zu sein?

Nein? Nun, dann erleben Sie diese und andere Unglaublichkeiten in dem durchaus pietätvollen, sehr feinen und etwas leiseren Stück „Ich geh´ tanzen“ von Jule Vollmer.

Ein Kammerstück, das sich zärtlich mit dem Leben und dem Tod gleichermaßen beschäftigt: Klarissa sitzt am Grab des Verblichenen und spricht mit ihm über das, was während ihrer Ehe ungesagt geblieben ist. Seine Stimme kann sie noch hören, und es entspinnt sich ein Dialog zwischen Diesseits und Jenseits, teils mit anrührenden, skurrilen Momenten und teils mit unerwarteten humorvollen Wendungen.

Jule Vollmer versteht die Gratwanderung zwischen herzhaftem Lachen und der berühmten „Träne im Knopfloch“ wie kaum eine andere Autorin.

 

Besetzung:

CLARISSA SCHUBERT – Brigitte Koch

STIMME GOLDEMAR SCHUBERT – Christian Krause

FRAU HOCHKÖTTER – Rita Boele

HERBERT HENSELHUBER – Thomas Luhmann

PASTOR – Thomas Roppel

FRAU LOTH – Christiane Ellger / Simonetta Lopez

 

Regie: Martin Grunewald

Presse und Fotos (mit freundlicher Genehmigung von Susanne Haußmann):