Chronik

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Die Chronik der Bühne von 1926 bis heute – ein kurzer Überblick über unsere Geschichte:

  • 1926 7 Gründer – nur zwei Namen sind noch bekannt: Heinrich Beckhaus, August Bach. Am 10. Januar 1926 gründeten Mitglieder aus zwei Theatervereinen im Bochumer Lokal „Lueg“ den Theaterverein „Waldesrose“ Papenholz. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die „Waldesrose“ mit ihren zahlreichen Aufführungen zu einem spielerisch sehr guten Theater.
  • 1935 In der Zeit des Nationalsozialismus, in der den kleineren Vereinen keine Daseinsberechtigung zugebilligt wurde, mußte der Verein notgedrungen seine Theaterarbeit einstellen.
  • 1948 Alfred Haselhorst, ein treues Mitglied der „Waldesrose“, suchte nach seiner Rückkehr aus der französischen Gefangenschaft alte Mitglieder zusammen. Am 29. Februar 1948 konnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.
  • 1950 Wegen Saalschwierigkeiten wechselte die „Waldesrose“ nach Witten. Im Lokal „Wilhelm Zeller“ am Crengeldanz fand sie ihre neue Heimat (bis 1965).
  • 1951 Am 3. und 4. März fanden die ersten Nachkriegsaufführungen im Saal „Zeller“ und im Saalbau „Hellmann“ (Papenholz) statt. Das Drama „Kerker und Freiheit“ von Webels sahen insgesamt 409 Zuschauer – bei einem Eintritt von 1 DM.
  • 1960 Am 20. und 21. August konstituiert sich der neue Landesverband NRW des Bundes Deutscher Volksbühnenspieler e.V. in den Räumen des Vereins.
  • 1965 Der Theaterverein musste wegen Verpachtung des Vereinslokals „Zeller“ eine längere Zwangspause einlegen. In der neuen Bleibe, dem Wirtshaus „Hiby“ in Langendreer wurde in Eigenleistung eine Bühne hergerichtet. Alle Mitglieder waren recht stolz. Das erste Stück auf der „eigenen“ Bühne war der Krimi „Gaslicht“ von Patrick Hamilton. Die Aufführung war am 25.10.1965 und ein voller Erfolg.
  • 1967 Das Theater erhielt seinen neuen Namen: RUHRBÜHNE WITTEN! In einer außerordentlichen Versammlung am 12.08.1967 beschloss der Verein, seinen Namen zu ändern, weil er sich durch den Namenswechsel für die Zukunft ein publikumswirksameres Auftreten und damit eine Belebung seiner Vereinstätigkeit erhoffte.
  • 1969 Nach mehreren Wechseln fand die Ruhrbühne ihre feste Bleibe im „Saalbau Hellmann“, Papenholz.
  • 1975 Der Städtische Saalbau Witten wurde eröffnet. Seit diesem Zeitpunkt gehörte der Saalbau zur festen Spielstätte des Amateurtheaters.
  • 1976 Der 50. Jahrestag des Vereins wurde mit der Komödie „Frühstück mit Julia“ von Burton Graham im Saalbau gefeiert.
  • 1982 In Kooperation mit dem Theaterverein „Heiterkeit“ aus Dortmund Huckarde (wegen Mitgliedermangels in beiden Vereinen) entstanden drei erfolgreiche Aufführungen: „Hier sind sie richtig“, „Tante Jutta aus Kalkutta“ und „Der keusche Lebemann“.
  • 1986 Das 60-jährige Jubiläum feiert der Verein am 03.05.1986 gebührend mit einer Festaufführung und einer Fotoausstellung im Saalbau Witten.
  • 1987 Erneuter Wechsel in die Räumlichkeiten einer ehemaligen Hauptschule in Witten – Bommern.
  • 1990 Auch von Mitgliedern selbst geschriebene Theaterstücke wurden inszeniert, so zum Beispiel das Märchen „Zwerg Nase“ in einer Bearbeitung von Lothar Simelka. 17 erfolgreiche Veranstaltungen – trotz Windpocken! Außerdem kamen erstmalig lebende Hühner als Statisten zum Einsatz.
  • 1991 Die aufwendige Produktion des Kindermärchens „Peterchens Mondfahrt“ war der bis dato größte Publikumserfolg mit 4400 Zuschauern.
  • 1997 Das herausragendste Ereignis für den Verein war ohne Zweifel der Besuch der Partnerstadt Kursk vom 31.05. – 08.06.1997. Die freunde und Mitglieder des Theaters „Rowesnik“ haben uns in unvorstellbarer gastfreundlicher Weise aufgenommen und umsorgt. Die drei Aufführungen von „Das Fenster zum Flur“ von Curth Flatow und Horst Pillau in deutscher Sprache hat die russischen Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hingerissen, wie es die Ruhrbühne noch nicht erlebt hatte.
  • 1999 – Endlich ein eigenes Theater! Die ehemalige Hauptschule mußte dem Neubau einer Realschule weichen. Die Ruhrbühne und der Fotoclub OBJEKTIV ART schlossen sich zum „Kulturzentrum Bild und Bühne“ zusammen. Ihr gemeinsames Domizil fanden sie in den Räumlichkeiten der ehemaligen Rudolf-Steiner-Schule in der Bochumer Str. 10a, die mit großem Engagement in Eigenarbeit renoviert wurden. Im Mai folgte dann der Gegenbesuch des Theaters „Rowesnik“ aus Kursk. Es war ein tolles Wiedersehen, das eingehend gefeiert wurde. Das russische Ensemble zeigte gleich zwei Theaterstücke in ihrer Sprache: „Pierrot“ und „Glückliche Menschen“.gebaeude
  • 2006 Die Ruhrbühne wird 80 Jahre alt. Dies wird mit den 1. Ruhrbühnen-Theatertagen (unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Sonja Leidemann) und einem Tag der offenen Tür im September gebührend gefeiert.
  • 2007 Der Ruhrbühne wird feierlich der Rotary-Witten-Preis in Anerkennung langjähriger herausragender Leistungen und Verdienste um Kultur in der Stadt Witten verliehen.
  • 2011 Bürgermeisterin Sonja Leidemann verleiht der Ruhrbühne Witten den Partnerschaftspreis.
  • 2012 Ein weggebrochener Stützbalken machte eine sofortige und komplette Sanierung zweier Lagerräume erforderlich. Damit war er Auslöser einer schrittweisen Sanierung des gesamten Gebäudes in den folgenden Jahren.
  • 2013 Im Rahmen des 1. Ruhrbühnen Sommerfestes wird mit Aufführungen und Livemusik die neue Außenbühne als weiterer Veranstaltungsort eingeweiht.
  • 2015 Bürgermeisterin Sonja Leidemann eröffnet feierlich die STUDIOBÜHNE, eine neue, kleinere Spielstätte für ca. 30-50 Zuschauer – je nach Aufbau. Zur Eröffnung präsentiert die Ruhrbüne „La Serva Padrona“ in einer Bearbeitung als Rockoper.